Obstbauer Lorenz Fischer

„Nur mit Vielfältigkeit kann man die Balance halten.“

Ich bin gerne Bauer, weil es ein vielfältiger Beruf ist: In der Landwirtschaft muss man Gärtner und Landtechniker sein, man arbeitet im Marketing und im Verkauf, kümmert sich um Pflanzen und Tiere und arbeitet viel in der Natur. Nur mit Vielfältigkeit im Tun und im Denken schafft man einen Ausgleich.

Viele Wege verändern den Blickwinkel

Ich begann meine Berufsausbildung mit der Tourismusschule in St. Pölten. Praktika als Koch führten mich ins Tirolerische Going am Wilden Kaiser und an den Faakersee in Kärnten. Nach einem Saisonausflug als Jungkoch im Restaurant Nigl absolvierte ich die Facharbeiter-Ausbildung für Weinbau und danach den Abschluss zum Wein- und Kellermeister in der Abendschule der WBS Krems.

,Fuahrl und a Foahrl‘ – Gefühl und Erfahrung

Parallel dazu habe ich zuhause und bei anderen Winzern in der Region Praxiserfahrungen gesammelt – zwei Jahre lang zum Beispiel im Weinbau und im Keller bei FX. Pichler in Oberloiben (Wachau). Er war es auch, der zu mir gesagt hat, in der Landwirtschaft brauche man ,an Fuahrl und a Foahrl‘ – Gefühl und Erfahrung. Das haben mir auch drei Monaten Lesezeit bei Neudorf Vinyards in Neuseeland und zurück in Österreich die Zeit beim Weingut Franz Josef Gritsch in Spitz an der Donau gebracht.

Ideen sprichwörtlich auf den Boden bringen

In den letzten Jahren starteten wir mit vielen Projekten: Wir brachten die Schafhaltung in die Obstgärten, verarbeiten unsere Dirndln zu Nektar, fingen an Kompost selbst herzustellen, produzierten einen naturbelassenen Apfel-Cider und vieles mehr. Und so wird es auch bei uns weiter gehen, denn es gibt noch viele Ideen zu verwirklichen und wenn man mit der Natur arbeitet und lernt, sind alle Grenzen offen.