Meditatives Gehen: dem Messwein auf der Spur

Reflektionen von Anna Maria Fischer zum Meditativen Gehen hinaus in die Schöpfung dem Messwein auf der Spur.

Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe Menschen machte sich von der Kapelle Wagram auf den Weg in die Riede Bergen. Dabei waren das Herz, die Aufmerksamkeit, die Sinne auf die Wahrnehmung der Natur, Himmel und Erde, auf Gottes wunderbare Schöpfung gerichtet. Wir marschierten an Dächern, steilen Lösswänden, Böschungen, an denen sich schon wieder zart das junge Grün durch das dürre Gras drängelte, vorbei, einen geschlungenen Weg, leicht ansteigend unserem Ziel entgegen.
Dabei wurde nicht gesprochen, viel mehr geschaut, die gute Luft eingeatmet, gestaunt, Bilder erkennend, die die Schöpfungsgeschichte ahnen ließen.
Im Weingarten angekommen hörten wir wie Gott ganz märchenhaft die Welt in 6 Tagen erschuf und am 7. Tag ruhte. Die Kernaussage war für uns:

Gott sah alles an, was er gemacht hatte. Es war sehr gut!

In seinem Plädoyer für die Achtsamkeit im Umgang mit der Schöpfung erklärte Rudolf Fischer, dass wir auch jetzt noch das Paradies hätten, aber jeder einzelne Mensch gefragt und gefordert werde, die Grenzen, die uns Gott zu unserem eigenen Schutz auferlegt hätte, nicht zu überschreiten.
Die natürlichen Kreisläufe wie zum Beispiel des Wassers, der Vegetation, des Bodens funktionieren immer noch, sobald aber der Mensch diese beeinflusst und sich unverhältnismäßig viel herausnimmt, um immer noch mehr Profit damit zu machen (Stichwort: Abbau von Rohstoffen und Ressourcen), greift er in ein intaktes System ein und beeinflusst die göttliche Ordnung. Langfristig gesehen nehmen wir uns so unseren eigenen Lebensraum und werden aus dem „Paradies geworfen“.

Mit Hilfe eines Spatens präsentierte Rudolf einen Klumpen Erde, erklärte den Humusaufbau, sprach von Mikroorganismen und Kleinstlebewesen und wie der Weingarten bewirtschaftet wird. Der Boden ist noch in einer Ruhephase, aber es ist schon alles vorgesehen, was zum guten Gedeihen der Früchte nötig ist.

Wir dankten Gott für diese schöne Erde, beteten und gingen singend zurück zur Kapelle. Bei Brot und Wein in fröhlicher Runde ließen wir unsere Meditation ausklingen und freuen uns schon auf den nächsten Termin am Samstag den 14.4. 2018, um 16.00 Uhr, wo es um das Pflanzen und Schneiden des Weinstockes geht. Was wird das wohl für uns bedeuten?

Fotos: Juliane Fischer

 

 

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