Artenvielfalt, das ganze Jahr über

Es war im Jahr 1992. Jenes Jahr in dem auch unser Winzer Viktor geboren wurde. Am 22. Mai einigte sich das Umweltprogramm der Vereinten Nationen in Nairobi auf einen Internationalen Tag der Artenvielfalt, den wir seither an diesem Tag, eigentlich aber das ganze Jahr über feiern und fördern.

Biodiversität beschreibt die Vielfalt der biologischen Arten innerhalb eines Lebensraumes oder geographischen Gebietes und somit für die Vielfalt von Flora und Fauna. Was aber bedeutet das jetzt für uns und unsere Obst- und Weingärten?

Biodiversität im Weingarten

Wir haben die heimische Flora, also alles, was bei uns so kreucht und fleucht, auf ein paar Fotos festgehalten. Die Eidechsen, zum Beispiel die stark gefährdete Smaragdeidechse liegen am liebsten am sonnengewärmten Lössboden.

Eidechse

Es ist bei manchen Flächen gar nicht so einfach eine natürliche Vielfalt zu halten, manche Pflanzen – beispielsweise die Quecke, eine Grasart und das ,Unkraut‘ schlechthin – sind sehr dominant. Mit Stockräumgerät und händisch mit der Hacke stellen wir ein gutes Gleichgewicht her. Und treffen dabei so manches Helferlein.

Regenwurm

Was die Bewirtschaftung und Biodiversität für die Fauna bedeutet, darum kümmert sich an der Universität für Bodenkultur (BOKU) übrigens ein eigenes Forschungsteam. Was sie unlängst überrascht hat: Den Regenwürmern ist ziemlich egal, wenn ihr Erdreich hin und wieder umgebrochen wird. Denn die Bodenbearbeitung ist meist im Mai und Juni. Da ist es heiß und die Regenwürmer sind ohnehin tiefer. Viel eher eine Rolle spielt die Biomasse der Pflanze eine Rolle. Je mehr sie davon zu fressen haben, desto mehr Regenwürmer kommen vor.

schmetterling

Die extensive, umfassende Bewirtschaftung im Weingarten mit Begrünung wirkt sich übrigens nicht nur auf das biodiverse Ökosystem positiv aus. Auch bei Traubenertrag und Qualität gab es keinen negativen Effekt zu sehen. Die Begrünungspflanzen bewirken, dass der Weinstock tiefer wurzeln, damit er an Wasser kommt. Das macht ihn widerstandsfähiger.

Bienen

Rundherum ist es ideal, wenn möglichst viele Landschaftselemente zwischen den Gärten verstreut sind, also kleine Gebüschgruppen oder Hecken, Grünstreifen, die brachliegen und Einzelbäume. Neben den jungen Apfelbäumchen freuen sich die Bienen. Und schließlich schmeckt Vielfalt auch auf dem Teller und im Glas – Prost auf die Biodiversität!

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